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"Euer Ehren, ich kann nichts sehen. Ich bin schon blind!"

Im Frühjahr des letzten Jahres erreichte die Oppositionsbewegung Russlands einen unumstrittenen Höhepunkt. Sogar in den deutschen Medien berichtete man tagelang von den Ereignissen rund um den 6. Mai 2012, als (nach unterschiedlichen Angaben) ca. 10.000 - 50.000 Menschen auf dem Bolotnaja-Platz in Moskau für "eine ehrliche Regierung" und für ein Russland ohne Putin demonstrierten.


(Polizeigewalt gegen Demonstranten am 6.Mai 2012)

(10.000- 50.000 Menschen demonstrierten friedlich gegen Putin)

 

Die Regierung reagierte mit einem enormen Polizeiaufgebot, über 400 vorläufigen Verhaftungen und einer gewaltsamen Auflösung der Versammlung.

Die Anhörung der zwölf Hauptangeklagten in dem Bolotnaja-Fall fand vor sechs Tagen statt. Sie werden der Beteiligung und des Aufrufes zu Massenunruhen und des Widerstands gegen die Staatsgewalt beschuldigt.

Vladimir Akimenkow:

Blass, mit kahlrasiertem Schädel, in blauen, leicht abgenutzten Jeans und einem roten Che-Guevara-T-shirt sitzt Akimenkow im Glaskäfig (eine übliche Erniedrigungsprozedur in russischen Gerichten). Kaum, dass der Prozess anfängt, steht er auf und fängt an, zu reden. Richterin Nikishina reagiert gereizt, und entzieht ihm das Wort. In der folgenden Stunde sind die Dialoge immer dieselben: "Ich wollte sagen..." "Sie haben jetzt aber nicht das Recht, zu sagen!". "Euer Ehren, ich erhebe Einspruch..." "Sie haben jetzt aber nicht das Wort!".

 "Euer Ehren, ich bin blind!"

Als das Beweismaterial, zusammengeschnittene Videos der Ereignisse vom 6.Mai, auf einem großen Bildschirm ausgestrahlt werden, und Nikishina frägt: "Erkennen Sie sich auf den Bildaufnahmen wieder?", ruft der Angeklagte schließlich: "Euer Ehren, ich kann nichts sehen! Ich bin schon blind!"

Vladimir Akimenkow leidet an einer schweren Erkrankung der Iris. In den 2 Jahren, die er seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft verbrachte, wurden ihm weder Medikamente, noch sonstige medizinische Hilfeleistungen bereitgestelllt. 

Mittlerweile beträgt seine Sehkraft auf dem einen Auge 10%, auf dem anderen 20%. 

Während der gesamten Verhandlung drückt er ein Tuch gegen sein Auge, es tränt und eitert.

 

Alexandra Duchanina:

Die erst 19-jährige Studentin Alexandra Duhanina, Vegetarierin, Tierschützerin und Anarchistin, wirkt den Umständen entgegen munter, ungebrochen und zuversichtlich. Vor drei Tagen heiratete die unter Hausarrest Gestellte ihren Freund Artjom Naumov, den sie nun höchstens bei Gerichtsverhandlungen sehen darf.

 


 

29.7.13 11:17
 


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